Ich fordere die Landesregierung auf, auf der morgigen Bundesratssitzung der Entschließung des Landes Baden-Württemberg „Betreuungsgeld stoppen, Bundesmittel zum Ausbau der Kleinkindbetreuung aufstocken“ zuzustimmen. Eine Ablehnung der Landesregierung dieses wichtigen Anliegens ist inakzeptabel. Die Einführung eines Betreuungsgeldes wäre ein sozial-, bildungs- und frauenpolitisch verheerendes Signal und gegen die Interessen der Eltern und Kinder in MV. Deshalb erwarte ich von der Landesregierung eine deutliche Position.
Eine klare Positionierung erwartete ich auch zu der morgen anstehenden „Entschließung des Bundesrates zur Erhöhung des Spitzensteuersatzes bei der Einkommensteuer von 42 Prozent auf 49 Prozent“ der Länder Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Hamburg. Wenn der Bund wie von der Landesregierung gefordert für die Kitas und die Schulen mehr Verantwortung in Form finanzieller Beteiligung übernehmen soll, dann müssen die Spitzenverdiener angemessen herangezogen werden. Erfreulicherweise habe sich die SPD auf Bundesebene und in anderen Ländern in dieser Sache bewegt. Auch die SPD-geführte Landesregierung muss sich zu dem Grundsatz bekennen: “Nur Reiche können sich einen armen Staat leisten”.